Die Passat I ist eine Ketsch die als Bermuda-Ketsch getakelt ist.
Es können: Klüver, Fock, Groß, Stagsegel und Besan gefahren werden.
Eine Ketsch (auch: Ketch) ist ein Segelboot mit zwei Masten, dem vorderen Großmast und dem achterlichen, immer kleineren Besanmast. Dabei hat die Ketsch (im Gegensatz zur Yawl) ihren Besanmast innerhalb der (Konstruktions)-Wasserlinie. Andere Definitionen besagen „innerhalb der Länge zwischen den Loten“, also vor der Ruderachse oder „vor dem Rudergänger“. Für die meisten ketschgetakelten Boote treffen alle drei Definitionen zu. Da der Besanmast kleiner als der Großmast ist, wird eine Ketsch auch Anderthalbmaster genannt. Einen Zweimaster mit einem kleineren oder gleich großen vorderen Mast und Schratsegeln nennt man, im Gegensatz zu Ketsch und Yawl, Schoner.
Die Ketsch wurde um die Mitte des 17. Jahrhunderts für die Fischerei und die Küstenschifffahrt in England entwickelt, mit Tragfähigkeiten von bis zu 50 Tonnen.
Die Ketsch ist ein beliebter Langstreckensegler, da sich das Großsegel näher an der Gierachse befindet und so fast keinen Einfluss auf das Giermoment hat. Der zusätzliche Besan hat dagegen einen weiten Abstand zur Gierachse und gleicht so den Druck der Vorsegel sehr wirksam aus. Ketschgetakelte Boote lassen sich dadurch oft so austrimmen, dass sie sich ohne zusätzliche Apparate selbst steuern.
Ein weiterer Vorteil ist die stärkere Unterteilung des Segelplans. Die einzelnen Segel sind kleiner (als etwa auf einer Slup) und lassen sich deshalb leichter, bzw. von weniger Crewmitgliedern, setzen und bergen. Oft kann man bei zunehmendem Wind die Segelfläche dadurch passend verkleinern, dass man gleich ein ganzes Segel birgt, anstatt es zu reffen. Die Ketsch lässt sich auch gut nur unter Besan und Fock fahren.
Der Großmast, Besan und Klüverbaum sowie das gesamte stehende und laufende Gut sind eingelagert.
Sämtliche Deckbeschläge sind fest verschraubt. Im Bereich
der Püttings und der Beschläge sind keine Kraftspuren zu
sehen. Die vom Rigg
kommende Zugkraft kann problemlos auf den Rumpf abgeleitet werden.
Bei der vorgegebenen
Takelung kann der Segeldruckpunkt
ziemlich
tief gehalten werden,
was eine geringere Anfangsstabilität
erfordert
und Ballastgewicht
im Kielbereich einspart.
Das Rigg
im Verhältnis zum Rumpf
und Ballast entspricht
im Wesentlichen
dem Original von 1936.